10 schöne Hoodie Stricken Ideen
Ein Hoodie entsteht nicht einfach nur Masche für Masche. Er wächst langsam. Reihe für Reihe. Mit jeder Runde wird er mehr zu einem Stück, das dich im Alltag begleitet. Warm. Bequem. Und ganz genau so, wie du ihn haben willst.
In diesem Beitrag zeige ich dir zehn Hoodie Stricken Ideen, die dich inspirieren und gleichzeitig machbar bleiben. Von schlicht und ruhig bis strukturiert und ausdrucksstark. Mit Zöpfen, Farbverläufen, Intarsien oder feinen Lochmustern. Du bekommst klare Anregungen zu Materialien, Formen und Details, damit du sofort loslegen kannst.
Vielleicht suchst du nach einem gemütlichen Oversize Modell für kühle Tage. Vielleicht nach einer leichten Variante für den Übergang. Oder nach einem besonderen Stück, das deine Handschrift trägt.
Mach es dir bequem. Such dir dein Lieblingsgarn. Und lass uns gemeinsam etwas stricken, das nicht nur wärmt, sondern bleibt.
Diese Grundtechniken werden verwendet
Beim Stricken von Hoodies greife ich häufig auf bewährte Maschenmuster zurück. Glatt rechts ist dabei die Grundlage für ein ruhiges Erscheinungsbild und eine gleichmäßige Oberfläche. Rippenmuster verwende ich an Säumen und Bündchen, weil es elastisch sitzt und Form hält.
Zudem setze ich gerne Zopfmuster oder kleine Lochmuster ein um Struktur ins Design zu bringen. Raganzunahmen erleichtern das nahtlose Arbeiten von Schulter bis Kapuze. Bei Farbverläufen oder Intarsien achte ich darauf, die Fäden sauber zu führen damit das Kleidungsstück gleichmäßig fällt.
10 schöne Hoodie Stricken Ideen
1. Oversize Hoodie mit Zopfmuster

Eine locker sitzende Form verbindet Komfort und Stil. Das Zopfmuster bringt Struktur und wirkt edel. Du kannst den Hoodie in verschiedenen Garnstärken stricken.
Benötigte Materialien:
- Wollgarn mittlerer Stärke
- Stricknadeln 5 mm
- Maschenmarkierer
So setzt du es um:
- Schlag die Maschen locker an und arbeite Bündchen in 2×2 Rippe
- Stricke das Zopfmuster nach einer einfachen Anleitung über eine gerade Maschenzahl
- Forme Ärmel und Körper großzügig im Oversize Schnitt
In meiner Praxis eignet sich dieses Projekt besonders, wenn du etwas Gemütliches für kühle Tage haben möchtest. Du kannst das Zopfmuster variieren indem du die Anzahl der Maschen zwischen den Zöpfen veränderst. Für ein weich fallendes Ergebnis wähle ein Garn mit etwas Alpakaanteil. Wenn du mehr Kontrast magst, arbeite die Kapuzenkante in einer anderen Farbe. Die Bündchen lassen sich auch aus einem schmaleren Garn stricken damit sie fester sitzen. Mit einer großen Nadelprobe stellst du sicher, dass das Gesamtbild so locker bleibt wie geplant. Den Übergang von Schulter zu Ärmel glättest du durch abgehobene Maschen. Eine Ergänzung mit Tunnelzug in der Taille schafft mehr Form. So passt der Hoodie auch in schmalere Jacken.
2. Raglan Hoodie im leichten Garn

Der Raganschnitt bietet sanfte Linien von der Kapuze bis zum Saum. Ein leichtes Garn sorgt für luftige Textur. Ideal für Übergangsjahreszeiten oder kühle Sommerabende.
Benötigte Materialien:
- Baumwollgarn fingering
- Rundstricknadeln 3,5 mm
- Raglanmaschenmarkierer
So setzt du es um:
- Schlage Maschen für Rücken und Vorderteile an und markiere die Raganzunahmen
- Arbeite die Zunahmen gleichmäßig an den Ragankanten
- Führe Maschen für Ärmel und Kapuze nahtlos weiter
Solch ein Hoodie lässt sich gut an unterschiedliche Größen anpassen, da die Zunahmen direkt an Ragankanten erfolgen. Du kannst das Muster mit einfachen Glattrechtsreihen kombinieren für ein ruhiges Erscheinungsbild. Wenn du mehr Struktur willst, setze ab und zu ein Perlmuster ein. Achte auf regelmäßige Maschenproben damit die Passform stimmt. Die Kapuze kannst du mit einer Icordkante abschließen um einen klaren Rand zu erhalten. Ein lockerer Saum im Rippenmuster sorgt für guten Halt trotz des leichten Garns.
3. Kapuzenpullover mit Farbverlaufsgarn

Ein Verlaufsgarn schafft lebendige Farbspiele ganz ohne Fleißarbeit beim Farbenwechsel. Dadurch entsteht ein sanfter Übergang von einer Nuance zur nächsten. Die Kapuze wirkt dabei besonders dynamisch.
Benötigte Materialien:
- Verlaufsgarn 150 g
- Stricknadeln 4 mm
- Maschenmarkierer
So setzt du es um:
- Beginne am Saum und arbeite in Runden oder Reihen glatt rechts
- Stricke weiter bis zur gewählten Armlänge und forme die Kapuze
- Schließe die Schultern und setze die Kapuze an
Farbverlaufsgarn nimmt dir die Planung einzelner Farbbereiche ab. Achte darauf, mit einer Maschenprobe den Farbverlauf auf deine gewünschte Länge abzustimmen. Du kannst den Effekt verstärken indem du bei Beginn eines neuen Farbverlaufs die Maschen in der gleichen Runde beginnst. Wenn du einen schärferen Übergang willst, wechsle kurz bevor der Farbwechsel endet das Garn. Rippenbündchen am Saum und an den Ärmeln geben dem Pullover mehr Struktur und sorgen dafür, dass der Verlauf schön betont wird.
4. Hoodie mit aufgesetzten Eingrifftaschen

Aufgesetzte Taschen geben dem Hoodie praktisch nutzbaren Stauraum. Sie setzen eine dekorative Note ohne zusätzliche Nähte. Die Taschen lassen sich individuell platzieren.
Benötigte Materialien:
- Garn deiner Wahl
- Stricknadeln passend zur Garnstärke
- Maschenmarkierer
So setzt du es um:
- Stricke den Grundkörper wie gewohnt glatt rechts
- Fertige zwei dünne rechteckige Taschen an
- Wähle die Position am Vorderteil und nähe die Taschen mit unsichtbaren Maschen an
Bei aufgesetzten Taschen bietet es sich an, sie vor dem Zusammenfügen am Körper einzupassen. Markiere die Position mit Maschenmarkierern, um symmetrische Platzierung zu gewährleisten. Du kannst die Taschen mit einer Kordel an der Oberkante verzieren oder einen Klettverschluss als Verschluss ergänzen. Alternativ lässt sich eine verdeckte Öffnung einarbeiten so dass du eine Schlaufe für den Daumen integrieren kannst. Für einen sportlicheren Look strickst du die Taschen aus einem Kontrastgarn und betonst so das Design. Achte darauf, die Kanten sauber abzuschließen damit sie nicht ausleiern.
5. Kinderhoodie mit Tierohren

Ein Hoodie für Kinder wird mit Ohren an der Kapuze zum verspielten Begleiter. Die Form lässt sich einfach anpassen. Das Projekt eignet sich gut als Geschenk.
Benötigte Materialien:
- Weiches Baumwollgarn
- Stricknadeln 4 mm
- Filz für Ohren
So setzt du es um:
- Stricke den Kinder-Body in Glattrechts und forme Raglan oder gerade Schultern
- Fertige Ohren aus Filz oder stricke kleine Dreiecke
- Setze die Ohren an der Kapuze an und fixiere sie mit ein paar Stichen
Bei Kinder-Kaputzen mit Ohren ist die Stabilität der Befestigung wichtig damit sie beim Spielen nicht verrutschen. Ich arbeite oft mit Filz verstärkt und nähe ihn gut fest. Alternativ strickst du die Ohren in dichterem Muster und faltest sie dann. Wenn du mehr Volumen möchtest, fügst du eine Stricklage in der Mitte hinzu. Für verschiedene Tiermotive kannst du die Ohrenform variieren und zum Beispiel Hasenohren länger gestalten. Achte auf waschbare Materialien damit der Hoodie in der Maschine gereinigt werden kann.
6. Sportlicher Hoodie mit Rippenbündchen

Rippenbündchen sorgen für einen sportlichen Look und gute Passform. Sie geben dem Hoodie Halt an Saum und Ärmeln. Ideal für aktive Tage.
Benötigte Materialien:
- Sportgarn mit Elastananteil
- Stricknadeln 4 mm
- Gummiband für Tunnelzug
So setzt du es um:
- Arbeite den Körper in glatt rechts bis zum Saum
- Stricke 2×2 Rippenbündchen und lasse eine Öffnung für das Gummiband
- Führe das Gummiband ein und forme dann die Kapuze
Ein Hoodie mit sportlichen Bündchen ist robust und hält in Bewegung die Form. Das Gummiband kann auf einen weichen Tunnelzug gedreht werden damit es nicht verrutscht. Beim Sportgarn achte ich darauf, dass es feuchtigkeitsregulierend ist. Statt eines Gummibands lassen sich auch Kordeln einsetzen. In diesem Fall schlage ich das Band mit Icord an und ziehe es durch eine gestrickte Kante. So sitzt es besonders gleichmäßig. Optional lässt sich ein Reißverschluss einarbeiten indem du eine Maschenprobe im Rippenmuster machst und den Reißverschluss annähst.
7. Hoodie mit feinem Lochmuster

Ein zartes Lochmuster verleiht dem Hoodie Leichtigkeit. Die Struktur wirkt dezent und modern. Besonders gut für Frühling und Sommer geeignet.
Benötigte Materialien:
- Leichtes Baumwollgarn
- Stricknadeln 3,5 mm
- Maschenhalter
So setzt du es um:
- Arbeite den Körper mit Lochmustersatz über mehrere Maschen
- Stricke das Muster in jeder Reihe nach Schema
- Forme Kapuze und Ärmel in glatt rechten Abschnitten
Das Muster kannst du jederzeit in der Breite anpassen indem du die Anzahl der Musterwiederholungen variierst. Ich bevorzuge einfache Lochmuster mit Umschlag und zwei zusammenstricken damit es nicht zu kompliziert wird. Für ein sauberes Resultat achte ich darauf, dass die Umschläge nicht zu eng gearbeitet werden. Wenn du mehr Kontrast willst, strickst du das Lochmuster nur am Vorderteil und arbeitest Rücken und Ärmel glatt rechts. Eine feine Borte an Saum und Kapuze rahmt das Muster dezent ein und unterstreicht den luftigen Charakter.
8. Langer Hoodie als Cardigan-Ersatz

Eine längere Form verwandelt den Hoodie in eine Jacke. Du kannst ihn offen tragen oder mit einem Gürtel betonen. Die Länge sorgt für Wärme an kühlen Tagen.
Benötigte Materialien:
- Wollgarn mittlerer Stärke
- Rundstricknadeln 5 mm
- Gürtelband oder Kordel
So setzt du es um:
- Stricke den Körper bis über die Hüfte in glatt rechts
- Arbeite eine Blende für die Öffnung in 1×1 Rippe
- Füge an der Taille Ösen für den Gürtel ein
Ein langer Hoodie ersetzt eine dünne Jacke und wirkt gleichzeitig leger. Ich nutze meist ein schlichtes Glattrechtsmuster damit die Form betont wird. Der Gürtel lässt sich durch Ösen ziehen und in der Taille binden. Alternativ setzt du einen Knopfverschluss ein indem du Knopflöcher in die Blende arbeitest. Für mehr Flexibilität kann die Blende einen Reißverschluss aufnehmen. Falls dir der Stoff an der Front zu schwer erscheint, arbeitest du die Blende in einem dünneren Garn. So behältst du Leichtigkeit trotz Länge.
9. Kurzer Cropped Hoodie

Ein kürzerer Hoodie passt gut zu hoher Taille und Rock. Das verkürzte Rückenteil verleiht dem Outfit Spannung. Ideal für den Lagenlook.
Benötigte Materialien:
- Baumwollegarn mittlere Stärke
- Stricknadeln 4 mm
- Maschenmarkierer
So setzt du es um:
- Arbeite den Körper nur bis zur gewünschten Mitte des Rumpfes
- Stricke Raglan- oder Schulterlinien wie gewohnt weiter
- Schließe die Kapuze in verkürzter Form an
Ein Cropped Hoodie ist schnell gestrickt und wirkt modern. Ich empfehle dir beim Abschluss der Kante eine Icordkante zu stricken damit sie nicht ausleiert. Du kannst das Bündchen breiter machen um einen deutlichen Abschluss zu erzielen. Wenn du den Hoodie etwas länger magst, arbeite ihn bis knapp unter den Rippenbogen. Für mehr Struktur in der Mitte strickst du eine Zierpasse mit Lochmuster oder kleinen Zöpfen. Ein kurzer Tunnelzug mit Kordel verleiht dem Cropped Stil zusätzlichen Halt.
10. Hoodie mit Intarsienmuster

Ein Intarsienmuster ermöglicht gezielte Farbflächen und Motive. Du gestaltest damit ein individuelles Statement. Das Verfahren funktioniert besonders gut im flachen Strick.
Benötigte Materialien:
- Mehrere Kontrastgarne
- Stricknadeln 4 mm
- Intarsiennadel für Fäden
So setzt du es um:
- Arbeite den Körper in Reihen und wechsele Farben nach Vorlage
- Führe Fäden sauber im Hintergrund um Löcher zu vermeiden
- Schließe Schultern und füge Kapuze an
Das Stricken mit Intarsien setzt etwas Geduld voraus, dafür entsteht ein klares Bild ohne Versätze. Ich bereite mir meist ein Chart vor und markiere die Farbwechsel mit kleinen Post its. Achte darauf, die Fäden auf der Rückseite nicht zu straff zu ziehen damit der Stoff sich nicht verzieht. Wenn du größere Motive planst, teile sie in mehrere Teile auf und arbeite gegebenenfalls Reihen zurück. Für einen glatten Übergang empfehle ich ein Farbenmix im Bündchen damit das Muster übergeht. So wirkt der Hoodie professionell und einzigartig.
Abschluss
Ich habe verschiedene Ideen gezeigt, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen. Du kannst dabei einfache oder ausgefallenere Modelle wählen. Jede Variante bietet Raum für eigenes Timing und Garnwahl. Jetzt liegt es an dir, eine Idee aufzugreifen und umzusetzen. So entstehen Hoodies, die zu deinem Stil passen und Spaß beim Stricken machen.